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Lernen Sie Jennifer F. kennen, eine staatlich geprüfte Krankenschwester

Lernen Sie Jennifer F. kennen, eine staatlich geprüfte Krankenschwester

In der ersten Aprilwoche ist etwas Inspirierendes passiert. Wir haben einen Beitrag veröffentlicht, der Tausende von Reaktionen und Botschaften der Hoffnung und des Aloha hervorgerufen hat, sowie viele herzliche Berichte darüber, was an vorderster Front geschieht, während unsere ‚Ohana sich durch diese weltweite Pandemie kämpft. An diesem Tag haben wir Schuhe an die Helden in unseren Gemeinden verschenkt, und wir möchten einige dieser Geschichten mit euch teilen, während wir weiterhin ein großes Mahalo an diejenigen senden, die sich um uns alle kümmern.

 

Als examinierte Krankenschwester am Universitätsklinikum in New Jersey arbeitet Jennifer F. ununterbrochen in der Notaufnahme, um das Leben der von COVID-19 Betroffenen zu retten. Hier ist ihre Geschichte:

 

„Ich bin seit 28 Jahren examinierte Krankenschwester. Ich habe in den unterschiedlichsten Situationen und Umgebungen gearbeitet. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass es so etwas wie diese Pandemie noch nie zuvor gegeben hat. Ich dachte immer, meine Tage in der Notaufnahme wären schon verrückt. Aber jetzt herrscht hier das reinste Chaos. Es ist eine echte Katastrophenzone. Wir platzen buchstäblich aus allen Nähten, weil auf beiden Seiten des Flurs, der die Schwesternstation umgibt, Menschen auf Tragen liegen. Die Patienten schreien oder weinen vor Schmerz und Leid. In manchen Situationen ist es der Lärm des Kampfes ums Überleben. Unter all dem Lärm, dem Geschrei und den Alarmen, die ständig aus allen Richtungen ertönen, herrscht dennoch ein unterschwelliges Gefühl von Ruhe, Orientierung und Zielstrebigkeit. Als Team aus medizinischen Fachkräften aller Hintergründe und Fachrichtungen konzentrieren wir uns ausschließlich darauf, Menschen vor dem Tod zu bewahren. Es ist beeindruckend, meine Kollegen in Aktion zu sehen, und sie inspirieren mich jeden Tag aufs Neue. Wir kommen um 7 Uhr morgens herein, versammeln uns, um die neuen Anweisungen für den Tag zu besprechen, und von diesem Moment an betreten wir die Notaufnahme, um unsere Gesichtsmasken, Gesichtsschutzschilde, Schutzkittel und Handschuhe anzuziehen – und wir halten keine Minute inne. Es gibt keine Kaffeepausen, kein Wasser, keine Toilettenpausen und nur selten eine richtige Essenspause. Wir eilen wie verrückt von einem kritischen Patienten zum nächsten, bis wir 12 Stunden später aufblicken und die Gesichter unserer Ablöse sehen. Danach haben wir eine kurze Verschnaufpause, bevor wir zurückkehren und von vorne beginnen. Inmitten all dessen haben wir Angst. Wir haben Angst, krank zu werden und zu sterben. Wir haben Angst, das Virus an unsere Angehörigen weiterzugeben. Wir sind traurig über den Verlust einiger unserer Kollegen und machen uns Sorgen um diejenigen, die krank sind und im Krankenhaus liegen. Wir sind müde, aber wir kehren immer wieder zurück, um es erneut zu tun. Wir müssen für die Kranken und Sterbenden da sein, weil niemand sonst dies tun kann. Da derzeit weder Familienangehörige noch Besucher zugelassen sind, trösten wir sie und kümmern uns um sie, als wären sie unsere eigenen Angehörigen. Wir geben jeden Tag unser Bestes, um in diesem Leben etwas zu bewirken. Wir beten darum, dass wir bald eine Atempause erleben dürfen. Viele Menschen und Unternehmen haben uns ihre Liebe und Unterstützung für unsere Arbeit in großem Maße entgegengebracht, und im Namen von uns allen danken wir euch, denn alleine könnten wir das nicht schaffen. Mahalo.“

 

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